Das große Zeltlageralphabet

 

A
abgelehnt: spontan sprudelnde Leiter-Vokabel bei Kinderfragen, inflationär eingesetzt etwa ab dem 5. Zeltlager-Tag.
Äh: Standard-Einstieg in die Antwort eines Teilnehmers auf eine Leiter-Frage.
Amelie: ganzjährig schwerstarbeitende Leiterin mit Hang zum Spezi-Koma, die lauter schreien kann als man vermutet und für ihre Küchendienste den „Goldenen Reiberdatschi" verliehen bekam.
Ami: gänzlich US-unabhängiger Spitzname für -> Christian, den ein seniler Kollege erfunden hat und der sich inzwischen durchgesetzt hat.
Anmeldung: traditionelles Ritual, mit dem die Teilnahmeberechtigung am besten Zeltlager der Welt erworben wird.
ausschlafen: vgl. -> abgelehnt


B
Bad Tölz: beliebter Kurort mit modernem Kreiskrankenhaus, ideales Ausflugsziel für Zeltlager-Leiter mit verwundeten Kindern.
Baseball: überaus beliebte Zeltlager-Sportart und Beleg dafür, dass die motorischen Fähigkeiten von Kindern überschätzt werden und man nie genügend Tennisbälle mitnehmen kann.
Baum: nach einer Woche den meisten Kindern wohlbekanntes Gewächs, das traditionell als Ziel für Strafläufe dient.
Beppo: weiser Chef des Zeltplatz-Geländes, der 2008 das St. Birgitta-Lager ganz offiziell als „bestes Lager" deklarierte.
Bettruhe: 1. in Kinderohren: schlimmstes Schimpfwort der Leiter nach Einbruch der Dunkelheit. 2. für Leiterzungen: beliebtester Ausdruck für „Freizeit" nach Einbruch der Dunkelheit.
Bibisee: 1. Badesee bei Geretsried und willkommenes Ausflugsziel im Laufe des Zeltlagers. 2. Beweis für die Schweigefähigkeit eines Teilnehmer-Rudels auf der Busfahrt dorthin.
Biene: stacheltragender Hautflügler (nicht zu verwechseln mit: -> Bine, hauttragender Zweibeiner), mit dem ein spontanes Aufeinandertreffen wie bei Rendezvous üblich manchmal schmerzhaft endet.
Bierbank: universell verwendbare Sitzgelegenheit, deren fehlende Lehne bei den Alt-Leitern nach einer Woche Zeltlager medizinische Behandlung nötig macht.
Bine: Abkürzung für Sabine, Leiter-Urgesteinin und einschlägig studierte Trost-Spende-Expertin, die ein Lager mehr erlebt hat als sie weiß, weil sie eine ganze Woche schwerkrank schlafend unter Bäumen im Schatten verbrachte.
Bodenplane: textilähnliche Folie, die Unmengen von Geschirrspülmittel verträgt, sowohl beim Wasserrutschen als auch beim Reinigen am Ende des Zeltlagers.

 

C
Christian (vietnamesisch: Giddian): Leiter-Methusalem, der noch nicht auf Rollstuhl und Gehhilfen angewiesen ist und immer noch alljährlich in sechs Metern Höhe auf einer wackligen Holzleiter Strom- und Wasserleitungen verlegt.
Clubtanz: gemeinsam bis zum Erbrechen geprobte Gymnastik-Choreografie, die letztlich immer dem Zweck der Belustigung aller Nachbarn dient.
Cola: Brause-Getränk, das vor Einkaufsfahrten von Teilnehmern am häufigsten bestellt wird, aber noch nie mitgebracht wurde.

 

D
Detektiv: Ausbildungsberuf im Zeltlager 2008, erfolgreich absolviert von 32 Teilnehmern.
Deutschland-Rundfahrt: internationales Radrennen, das durch Straßensperren in Königsdorf zum bisher einzigen Mal das Ende des Zeltlagers und die Abholung der Kinder um Stunden verzögerte.
DFB: Abk. f. Deutscher Fußball-Bund, trug durch eine nette Material-Spende zum Zeltlager 2008 bei und lenkte dadurch erfolgreich vom verlorenen EM-Finale ab.
Duschen: zwingend vorgeschriebene und mindestens einmal pro Lager initiierte Maßnahme zur Körperpflege, die Kinder laut eidesstattlicher Versicherung auch zu Hause ausschließlich mit angezogener Badehose durchführen.

 

E
Edding
: unverzichtbares Gefäß für giftige Tinte, mit der Namensschilder geschrieben und Zelte beschriftet werden.
Einkaufen: täglicher Kurzausflug in umliegende Orte, der für die eingeteilten Leiter hin und wieder mit einer ausgiebigen Kaffeepause ausgeschmückt wird.
Essenslied: nervtötendes, dreimal täglich erklingendes Signal zur Nahrungsaufnahme, das bereits am zweiten Tag zum quälenden Ohrwurm wird und auch wochenlang bleibt.

 

F
Fahne
: zeltlager-typisches Instrument zum Anziehen von Eindringlingen sowie für nächtelangen Schlafentzug für Kinder und deshalb im Zeltlager St. Birgitta seit Jahren -> abgelehnt.
fangen: z.B. Ball fangen. 1. die fehlende Fähigkeit zu dieser Aktion unterstreicht im Zeltlager jedes Jahr die Warnung, den Schulsport nicht zu verkürzen. 2. nach dem Beobachten der fehlenden Fähigkeit dieser Aktion konnte -> Leiter -> Mimsch mehrfach nur mühevoll vom Aufschneiden der eigenen Pulsadern abgehalten werden.
Feuerstelle: temporär sehr heißer Ort mit Holz und hervorstehenden Nägeln zum Missachten einer der zehn Grundregeln im Zeltlager.
Frisbee: Trendsport und Beleg, dass auch Ü30-Leiter zwei Stunden Hochleistungssport im Wettkampf mit 25 Kindern überleben können.
Frühsport: morgendlicher Appell der Leiter an einen gesunden Lebenswandel ohne -> Zwang.
Fruit Loops: bunteste und künstlichste Cerealien-Mischung, traditionell von den Kindern am meisten gewünscht und am wenigstens gegessen.

 

G
Galaxis
: Ziel von thematischen Abenteuer-Reisen im Zeltlager 2009.
Gameboy: im Zeltlager St. Birgitta seit jeher geächtetes Elektronik-Spielzeug.
Gasflasche: verdammt, verdammt, verdammt schweres Transportgefäß für den nötigsten Rohstoff der Küche, der immer zur ungünstigsten Zeit ausgeht.
Gichtl off: eingebürgerte, umgangssprachliche Aufforderung, sich dem üblichen motorischen Normalzustand anzunähern.

 

H
Hannah
: am Valentinstag geborene Leiterin mit zwei chronisch anwesenden Geschwistern. Hat den Beweis erbracht, dass ein wichtiger Stützpfeiler nicht groß sein muss.
Hannahs Papa: hält die schöne Tradition aufrecht, jedes Jahr jedem Leiter ein „Trinkgeld" in Form von „Naschgeld" zukommen zu lassen - in Form einer Packung „Merci".
Heimweh: meist intern ausgefeilt entwickelte, aber öffentlich überraschend auftretende Gefühlswallung, deren Bekämpfung mehr Zeit und Geduld in Anspruch nimmt als das Planen eines kompletten Zeltlager-Programms.
Hering (auch Häring): scharfes, metallisches Längsgebilde, das sich trotz tausendfacher Ermahnung immer wieder unter unbeschuhte Kinderfüße schleicht und diese anritzt.
Holz holen: Lieblingsbeschäftigung der mittelalten, männlichen Teilnehmer mit anschließendem Wunsch zum Benutzen der -> Kettensäge.

 

I
I've been looking for freedom
: Nervigstes aller jemals gewählten -> Essenslieder.
Isar: nahegelegener per Fußweg erreichbarer Fluss, lohnendes Ausflugsziel mit garantierter Schockfrostung.

 

J

Julia -> König: nach Südtirol ausgeliehene Leiterin mit zahlenmäßig erschlagendem Familienanhang.

 

K
Kaffeemaschine
: zu kleines und langsames, aber überlebensnotwendiges elektrisches Gerät zur morgendlichen Erstversorgung der Leiter.
Kettensäge: vor Ort praktisches Lieblings-Spielzeug von -> Leiter -> Mimsch, das große Buben-Augen verursacht, aber nicht angefasst werden darf (siehe auch -> abgelehnt).
Knicklicht: seit kurzem eingesetztes, absolut hippes Chemie-Produkt, das unendliche Gestaltungsmöglichkeiten für das Programm zulässt und regelmäßig die -> Bettruhe hinauszögert sowie unfassbaren Müll produziert.
König: Unterhachinger Familie, die den Teilnehmer-Rekord von vier Mitgliedern au Paket im Zeltlager hält.
Königsdorf: Ort in Oberbayern, vor einigen Jahren zur „schönsten Gemeinde Bayerns" gekürt. Seit 1992 mit einer einzigen Unterbrechung Ziel des Zeltlagers von St. Birgitta. Auch dank der Qualitätsoffensive unseres Zeltlager-Leiterteams haben der örtliche Bäcker, Metzger und Getränkehändler ihre „Liebe" zum Hochlandlager wieder entdeckt.
Kreuzbandriss: bislang einziger Grund für ein Leiter-Urgestein, die Zeltlager-Teilnahme absagen zu müssen.
Küchendienst: kostenloser und fundierter Ausbildungszweig mit ausführlichem Kursprogramm für Zeltlager-Teilnehmer, Teilnahme verpflichtend und stets erfolgreich.

 

L
Lagerfeuer
: 1. entzündeter Holzstoß in einer -> Feuerstelle, allabendliches Freiluft-Event mit musikalischem und/oder lyrischem Programm, Schauplatz für legendäre Preisverleihungen. 2. Lager-Treffpunkt, aufgrund der einmaligen Qualität zu vorgerückter Stunde auch häufig für Kollegen anderer Lager.
Leiter: Masochist, der seinen Urlaub dafür verwendet, im Zeltlager alles zu tun außer sich zu erholen und das auch noch gerne.
Leiterzelt: Tabuzone und ultimatives Rückzugsgebiet der -> Leiter, in dem viel Kreatives geleistet wurde, noch mehr geschnarcht wurde und in dem die Vollversammlung der „Nacktschnecken in Königsdorf e.V." neben, auf oder in -> Christians Schlafsack jährlich im August ihre Hauptversammlung abhält.

 

M
Matthias
: urzeitlich für: -> Mimsch.
Maus: 1. kleines, dünnes Nagetier. 2. großes, weniger dünnes Leiter-Tier, das trotz im Zeltlager nachgewiesenem handwerklichen Geschick vergeblich auf eine eigene Fernsehshow á la „Hör mal wer da hämmert" wartet. Unangefochten Platz 1 in der Schnarch-Wertung.
Mimsch (auch: Matches): Leiter-Urgestein mit lebenslangem Anrecht auf den Premium-Schlafplatz vorne rechts im Leiterzelt, der sich immer wieder als doch nicht so vorteilhaft herausstellt, weil nachts problembehaftete Kinder als erstes hier am Schlafsack zerren. Platz 1,01 in der Schnarch-Wertung.
Mülltrennung: jedes Jahr höchst erstaunliche Maßnahme zur Einteilung neuer Abfall-Kategorien. Aktueller Stand August 2008: Joghurtbecher sind „Metall", Papier ist „Kunststoff" und eine im Wald gefundene Unterhose ist „Pfandflasche".

 

N
Nachtwanderung
: spannender gemeinsamer Spaziergang in der Dunkelheit, meist von den Teilnehmern gerne mitgemacht, der auch Spaß machen kann, wenn der -> Mimsch sich nicht verläuft.
Namensschild: 1. hilfreiches Equipment für Leiter, bei Strafen die Sanktionen empfangende Person persönlich anzusprechen. 2. physikalischen Grundsätzen widersprechendes Klebeband, das ganzjährig - außer in der ersten Sommerferien-Woche - widerstandsfähig seinen vorbestimmten Platz behält.
Nervensäge: vgl. -> Teilnehmer
Neun: 1. höchste einstellige Zahl. 2. höchst erfreuliche Anzahl, nämlich an seit Jahren mitfahrenden Zeltlager-Leitern.
Nutella: größter Ausgabe-Posten in der Zeltlager-Abrechnung.

 

O
Oida
: verstärkt um sich greifende Teilnehmer-Vokabel für „hallo" oder „Sir".
Örtchen: In Königsdorf nie still und auch nicht immer zur gemütlichen Entsorgung menschlicher Endprodukte geeignet.

 

P
Palermo
: Stadt in Süditalien, die im Spiel „Nacht in Palermo" zu neuen Ehren gekommen ist und seit zwei Jahren der größte Ankommer bei den Zeltlager-Spielen ist.
Pavillon: schattenspendendes und bei Sturm flugtaugliches Folienprodukt auf Metallstangen, an dessen Abspann-Schnüren sich Zeltlager-Teilnehmer offensichtlich genetisch bedingt täglich mehrere tausend Male festhalten oder daran zupfen müssen.
Pirat: Zeltlager-Teilnehmer des Jahres 2007.
Pizza: am häufigsten gewünschtes Lieblingsgericht der Teilnehmer, das auch in 100 Jahren in einem Zeltlager nicht zuzubereiten sein wird.
Polizei: Staatsmacht, die einen netten Info-Besuch in unserem Zeltlager 2008 durchführte und alleine durch die Präsenz eines entsprechend gekennzeichneten Fahrzeugs größeres Interesse in halb Königsdorf ausgelöst hat als die atomare Bedrohung durch den verdauten Bohneneintopf der Kollegen aus Rosenheim.
Pringels: chipsähnliches, völlig überteuertes und glutamat-getränktes Salzgebäck, das viele Jahre lang bei den Einkaufswünschen von Zeltlager-Teilnehmern ganz oben auf der Liste stand.

 

Q
Quantum Trost
: 1. Titel des neuesten James-Bond-Films. 2. traditionelle Spende der Zeltlager-Leiter, auf deren Gewährung Teilnehmer Anspruch haben.
Quantum Trotz: abgewandelte Form des vorher genannten, von Teilnehmern spontan oder planmäßig eingesetzt.
Quench: Gott sei Dank vom Markt verschwundendes Getränkepulver rein künstlichen Ursprungs, das aus Kostengründen in früheren Zeltlagern zur Vorbeugung gegen Dehydrierung verwendet wurde.

 

R
Regeln
: 1. notwendiges Übel. 2. Artikulation von Vorsichtsmaßnahmen, für deren Speicherung in jugendlichen Gehirnen die Zielregion noch nicht ausgeprägt ist.
Regen: negativ behaftete und völlig überschätzte Niederschlags-Art, der eine Störung der guten Zeltlager-Stimmung seit Jahren erfolgreich verwehrt wird.
Regenjacke: zu locker verwendete Vokabel und sprachlicher Beweis, dass zwischen „holen" und „anziehen" ein feiner Unterschied ist.

 

S
Schlafsack
: vielseitig verwendbarer Textilartikel mit der nachgewiesenen Fähigkeit zur Aufnahme von Erbrochenem und Urin.
Schnitzeljagd: uralter und immer noch gefragter Programmteil, der in 15 Jahren erstaunlicherweise nur ein einziges Mal die Frage zur Folge hatte: „Gibt's da auch Pommes frites?"
Schweigespiel: erstaunlich einfaches und wirksames Gemeinschaftsspiel zur variablen terminlichen Gestaltung der -> Bettruhe.
Semmeln holen: tägliche, frühmorgendliche Aktion, die den Leitern weit weniger Spaß bereitet als den sehrfrühaufstehenden Teilnehmern, die seit zwei Jahren mit extremsehrfrüh ausgetragendem Kampfsport ermitteln, wer mitfahren darf.
Sonnencreme: in den „letzten Infos" aufgeführtes Mitbring-Pflicht-Utensil, das alljährlich die meisten Teilnehmer „vergessen" haben.
Steffi (auch: Schraderin oder Schreinerin): erfolgreichstes aller Zeltlager-Zuchtobjekte. Hält den Rekord an Teilnahmen im Kindesalter und schaffte problemlos den Aufstieg in die Leiter-Riege.
Stockbrot: beliebtes Abendessen, das in der Gruppe gemeinsam am Lagerfeuer zubereitet wird und seit Jahrzehnten die Unfähigkeit von Kindern belegt, zwischen „Flamme" und „Glut" zu unterscheiden.

 

T
Teilnehmer
: junges, höchst wandlungsfähiges Wesen, meist mit chronischem Hörschaden.
Tilmann: rheinische Frohnatur und ehemaliger langjähriger Zeltplatz-Zivi und -Leiter, der die Abneigung gegen Einwanderer aus Preußen abgeschwächt hat.
Tränen: aus den Augen rinnende, gepresste oder erfolglos verhindert austretende Flüssigkeit, fester Bestandteil des fünfgliedrigen Zeltlager-Elemente-Pools (neben Sauerstoff, Natur, Nahrung, Lautstärke).
T-Shirt: traditionelles, in der jüngeren Zeltlager-Geschichte professionell bedrucktes, einheitliches Kleidungsstück aus reiner Baumwolle, das im gesamten Zeltplatz-Gelände als Vorreiter einer neuen Kultur gilt.

 

U
Ü30-Badebereich
: 2006 einmalig getestete Pool-Landschaft inklusive Cocktail-Bar. Von den zwei Ü30-Nutzern positiv, vom Rest negativ bewertet.
Uli (auch: Ullerich): übergroßes Leiter-Küken mit außergewöhnlichen sportlichen Fähigkeiten und deutlichen Ansätzen von frühzeitiger Demenz.

 

V
Vada
: 1. kleiner Ort in der Toskana (Italien), wo alljährlich die medizinisch notwendige Kur der Leiter stattfindet. 2. deswegen: Herkunft der meisten Gewürze im Zeltlager-Küchenkisterl.
Vorgarten: botanische Kleinanlage, deren Erstellung experimentell bewies, dass man in -> Zelten nicht nur hausen muss, sondern auch stilvoll leben kann.

 

W
Weiher
: trotz jahrelanger Sperrung für den Badebetrieb nach wie vor großer Anziehungspunkt, inzwischen vor allem für Frisbee-Scheiben und Tennisbälle im täglichen Spielbetrieb.
Weiherwiese: bevorzugte und meist auch zugeteilte Wiese für das Zeltlager St. Birgitta. Leiter und Grashalme grüßen sich inzwischen bei der Ankunft persönlich.
Weihnachten: christliches Fest, das irrtümlich auf den 24. Dezember terminiert wurde. Im Zeltlager 2006 fand Weihnachten inklusive geschmücktem Christbaum, Flötenspiel und Weihnachtsliedern im August statt.

 

X
Xundheit
: in der Regeln nett gemeinte Erwiderung auf das Niesen einer benachbarten Person.

 

Y
Yak, du hast die Gans gestohlen...
: den Fuchs ersetzendes Büffel-Tier, das den Buchstaben Y in dieser Liste gerettet hat.

 

Z
Zähneputzen
: gruppenbildende Maßnahme zur Körperpflege, regelmäßig Anlass zu nächtlichem Gänsemarsch mit Taschenlampe.
Zecke: vermehrt auftretendes Ungetier, das mehrfach Untersuchungen und Therapien notwendig machte, teils an erstaunlichen Körperstellen. Maskottchen des Tölzer Tourismus-Verbandes, weil es Ausflüge nach -> Bad Tölz fördert.
Zelt: imprägniertes und gespanntes Stoffgebilde mit eingenähtem Schwarzen Loch, das im Laufe einer Woche Unmengen von Socken und Unterhosen einsaugen kann, jedes Jahr aber auch überraschend am Ende des Zeltlagers wieder ausspuckt.
Zelt-Aus- und Einräumspiel: einmal wöchentlich von den Leitern perfekt vorgetäuschte „spaßbringende" Maßnahme zum Erhalt der Grundordnung menschlichen Zusammenlebens in einem -> Zelt.
Zwang: Gegenteil von freiwilligem Handeln, deshalb im Zeltlager St. Birgitta - mit üppigen Ausnahmen - ein Fremdwort.